Lost Place – Teufelsberg Berlin

Der Teufelsberg Berlin ist ein Trümmer-Schuttberg, auf dem die Allierten nach dem Krieg eine Abhörstation eingerichtet haben.

Mit der Wiedervereinigung 1991 wurde die Station zur zivilen Luftüberwachung umfunktioniert und blieb bis 1999 in Betrieb.

Seitdem liegt das Gelände brach, verschiedene Nutzungskonzepte scheiterten…

Noch mehr Bilder zum Teufelsberg als Lost Place findet ihr hier.

Aber: das Gelände ist heute ein Mekka der Street Art Szene. Internationale Künstler nutzen das vierstöckige Hauptgebäude für großflächige Kunstwerke!

Mehr Bilder aus der Berliner Street Art Szene gibt es hier.

Lost Place – Spreepark Plänterwald

m Jahre 1969 baute die DDR ihren ersten Vergnügungspark im Plänterwald in Berlin, am Ufer der Spree. Dieser „Kulturpark“ blieb der einzige Park seiner Art in der ganzen DDR. Wahrzeichen des Parks war das 45 Meter hohe, weithin sichtbare Riesenrad, das noch 1989, kurz vor der Wende, erneuert wurde.

Nach der Wende wurde der Park aufwändig an westliche Standards angepasst, aber durch die dadurch entstandenen höheren Eintrittspreise blieben auch die Besucher aus. 2001 meldete der private Betreiber Insolvenz an.

Mehr als zwanzig Jahren lag die ca. 25 ha große Fläche nun brach und war Verfall und Vandalismus ausgesetzt.

Der Park soll jetzt saniert werden und ab 2024 soll sich das Riesenrad wieder drehen und zum Zentrum des Spreeparks der Zukunft werden. Gemeinsam mit dem Riesenrad werden auch die weiteren Anlagen im Zentrum des künftigen Spreeparks erneuert: darunter das schon zu DDR-Zeiten künstlich angelegte Wasserbecken, das Englische Dorf, die Werkhalle und die Freiluftbühne.

Bis dahin lagern die Einzelteile des Riesenrads auf den Freiflächen auf bessere Zeiten.

Eine besondere Attraktion des Spreeparks war auch die Achterbahn „Spreeblitz“: Die Bahn schlängelt sich durch das Gelände und fährt an einer Stelle auch in ein Tigermaul hinein!

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Lost Place – Beelitz Heilstätten

Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von rund 200 Hektar.

Die Beelitz Heilstätten werden bis heute gerne als Filmkulisse genutzt, unter anderem für Musikvideos.

Das Gelände wurde von einem Berliner Großinvestor aufgekauft. Alle Häuser renoviert und als Wohnungen verwertet. Es entsteht ein neues Dorf, incl. Supermarkt, Bäcker und KITA.

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Kuba – Von Hemingway bis Castro

Der Inselstaat in der Karibik blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In der Hauptstadt Havanna finden sich Relikte aus all diesen Epochen.

Spanische Kolonialzeit

Die Insel wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern erobert und für den Anbau von Zuckerrohr und Tabak genutzt. In der Hauptstaupt wurde im Jahre 1777 die Catedral de San Cristobal de La Habana fertiggestellt. Sie befindet sich in der Altstadt, La Habana Vieja.

Die wilden 30er Jahre

Während der 1930er Jahre wurden zahllose Luxushotels, Kasinos und Nachtklubs gebaut, die dem wachsenden Tourismus vor allem aus den USA Rechnung tragen sollten. Havanna glänzte damals durch seine Extravaganz, von Autorennen bis zu allerlei musikalischen Veranstaltungen war in der Stadt ein breites Vergnügungsangebot vorhanden.

In dieser Zeit enstand in Havanna das Capitol und das Hotel Nacional​ de Cuba, sowie weitere Gebäude im Art Déco Stil, z.B. das Bacardi Building.

Ernest Hemingway

Der Schriftsteller lebte von 1939 bis 1960 auf Kuba. Er machte den Cocktail Daiquiri weltberühmt. Seine beiden Stammlokale „La Bodeguita del Medio“ und „El Floridita“ leben noch heute davon. Von Hemingway soll der Ausspruch „My Mojito in La Bodeguita, my Daiquiri in El Floridita“ stammen.

Aus dieser Zeit stammen auch die berühmten Oldtimer in Havanna, die für touristische Stadtrundfahrten und als Taxi eingesetzt werden.

Kubanische Revolution

Die Namen Che Guevara und Fidel Castro sind heute weltberühmt. Was als Revolution gegen den Diktator Batista begann, führte bald darauf zu einer neuen Diktatur.

Kuba wurde sozialistisch und war eng mit der Sowjetunion verbunden. Aus dieser Zeit stammen die Monumentalbauten im kommunistischen Stil an der Plaza de la Revolution. Aber auch überall in der Stadt finden sich Propaganda-Bauten.

Weitere Impressionen

Hier kommen noch weitere Impressionen aus Havanna, dem Strandabschnitt Malecón und dem Alltagsleben.

Landwirtschaft

Außerhalb der Städte ist Kuba noch sehr ländlich geprägt. Zuckerrohr und Tabak sind damals wie heute wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Musik

Das Leben der Kubaner findet im Wesentlichen im Freien statt. Musik spielt im eine große Rolle. Es gibt verschiedene traditionelle Musikrichtungen. International bekannt geworden ist die kubanische Musik durch den Film Buena Vista Social Club.

Land der Kontraste

Gleich neben den schön renovierten alten Häusern stehen Gebäude aus der gleichen Zeit, die verfallen. Hier wird die Armut des Landes sichtbar. Vor allem Strukturen aus Holz wie Balkone zerfallen im Laufe der Zeit. Aus den Fugen des Mauerwerks wachsen Pflanzen.

Noch mehr Impressionen aus Kuba findet ihr hier.

Peru – Auf den Spuren der Inka

Peru ist ein faszinierendes Land in Südamerika, das reich an Kultur, Geschichte und Natur ist. Die Regionalhauptstadt und UNESCO-Welterbestadt Cuzco war vor der Eroberung durch die Spanier die Hauptstadt des Inka-Reiches.

Geografie und Natur

Die Hauptstadt Lima liegt am Pazifik, während sich das Inka-Reich auf dem Hochplateau der Anden auf bis zu 4000 Metern Höhe erstreckte. Im Osten des Landes liegt der Amazonas-Regenwald.

Dementsprechend vielfältig sind Flora und Fauna. Typisch für Südamerika sind die verschiedenen Arten der Kleinkamele wie Lamas, Apakas, Vikunjas und Guanakos.

Weiterhin gibt es eine ganze Reihe von Nagetieren, z.B. das Capybara, das größte Nagetier der Welt. Traditionell werden Meerschweinchen gehalten, welche als Vorspeise bei Familienfeiern serviert werden.

An der Pazifikküste liefert der Humboldt-Strom ständigen Nachschub an nährstoffreichem, kalten Wasser. Dies führt zu hohem Fischreichtum, und in der Folge auch zu großen Populationen an Wasservögeln wie Pelikane. Auch die Humboldt-Piguine leben dort.

Traditionelle Lebensweise

Viele Peruaner pflegen noch eine traditionelle Lebensweise. Typisch für die Landwirtschaft ist der Terrassenanbau.

Auch rituelle Handlungen wie Opfergaben spielen weiterhin ein große Rolle im Leben der Peruaner, insbesondere an Mutter Erde (Pachamama).

Mit traditionellen Schilf-Booten konnten nicht nur die Binnenseen und die Küstenabschnitte befahren werden, sondern auch von Peru aus die Inseln im Pazifik erreichen. Dies gelang auch Thor Heyerdahl im Jahre 1947 mit einem Nachbau, Kon-Tiki, mit der er von Peru aus bis Polynesien gelangte.

Die Kultur der Inka

Es sind noch sehr viele Ruinen der Inka-Städte erhalten. Neben der bekanntesten, Machu Picchu, gibt es zahlreiche weitere sehenswerte Überreste, zum Beispiel im Urubamba-Tal. Dazu gehört auch die Anlage von Saqsaywaman.

Am Titicaca-See

Der Titicaca-See ist er größte See Südamerikas und erstreckt sich über Peru und Bolivien. Er liegt auf fast 4000 Metern Höhe. Auf zahlreichen künstlich geschaffenen Inseln leben die Urus. Die Urus sind auch in der Lage, große Schiffe aus Schilf zu bauen. Diese werden heute auch für Touristen-Rundfahrten auf dem See verwendet.

Die Grabtürme von Sillustani

Sillustani ist eine Grabstätte von frühen Hochkulturen auf dem Hochplateau der Anden. Sie besteht aus zwölf zum Teil eingestürzten Grabtürmen, genannt Chullpas.

Die Chullpas stehen auf einer Halbinsel des Umayo-Sees, dahinter befindet sich eine Insel, der als Sitz der Götter gilt.

La Paz – Hauptstadt Boliviens

La Paz ist das politisches, administrative und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt ist bekannt für ihre spektakuläre Lage in einem Tal, umgeben von hohen Gipfeln, und für ihre kulturelle Vielfalt.

Am Regierungssitz weht neben der offiziellen Nationalflagge Boliviens auch die Wiphala, die Flagge, die die indigenen Völker der Andenregion repräsentiert.

Weitere Impressionen aus Peru und Bolivien findet ihr hier.

Mexiko – Das Land der Maya und Azteken

Mexiko ist ein Land voller Farben, Kontraste und faszinierender Kultur – von der präkolumbianischen Zeit bis heute hat das Land viele Eindrücke zu bieten.

Mexiko Stadt

Mexiko Stadt wurde auf den Ruinen der Hauptstadt des Azteken-Reiches Tenochtitlan erbaut. Die spanischen Eroberer haben den Haupttempel der Azteken abgerissen, und auf dessen Ruinen eine katholische Kathedrale erbaut.

Neben der Kolonialarchitektur sieht man aber auch moderne Bauten, z.B. das Hauptpostamt (Palacio Postal) in Mexiko Stadt, da Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Zeugnisse von frühen Kulturen

Schon weit vor den Mayas und Azteken bevölkerten andere Hochkulturen Mexiko. In der Ruinenstadt Teotihuacán (aztekisch für „Ort, wo die Götter geboren wurden“) war ein Kulturzentrum mit riesigen Tempeln und einer Prachtstraße, die für religiöse Zeremonien genutzt wurde. Berühmt sind die Sonnenpyramide und die etwas kleinere Mondpyramide an den beiden Enden der Prachtstraße.

Aber auch die Tempel der Maya sind weitgehend gut erhalten bzw. restauriert. Sei es Chichén Itzá, Tulum oder Uxmal auf der Halbinsel Yucatan, oder Monte Alban, das Kulturzentrum der Zapoteken.

Im Zentrum steht immer die Verehrung von Quetzalcóatl, der Hauptgottheit, der als gefiederte Schlange dargestellt wird.

Kolonialzeit

Nach der Eroberung des Maya- und des Aztekenreichs durch die spanischen Conquistadores kam es zum kulturellen Niedergang der alten Kulturen. Aus dieser Zeit sind Festungsbauten der Spanier enthalten, die heutzutage zu luxoriösen Hotelanlagen umgebaut wurden, so z.B. die Residenz von Hernán Cortés, der die Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan erobert hatte, und so das Vizekönigreich Neuspanien gründete.

Tier- und Pflanzenwelt

Neben den berühmten Kakteen, vorallem in der Sierra Madre Occidental, gibt es eine Vielzahl von endemischen Tier- und Pflanzenarten.

Ein beeindruckendes Naturschauspiel sind auch die Cenotes, natürliche Süßwasserhöhlen, die mit Wasser gefüllt sind. Die Wasserläufe im Untergrund sind untereinander verbunden!

Religion und Kultur

Die Innenausstattung der katholischen Kirchen ist deutlich pompöser als in Europa, hier wurde auch viel Gold, das von den Azteken und Maya geraubt wurde, verwendet.

Beim Totenkult ist der Einfluss der Maya-Kultur lebendig. Neben der Tradition, das am Día de los Muertos die Toten ins Reich der Lebenden zurückkehren, manifestiert sich das auch in den bunten Farben der Grabdenkmäler auf den Friedhöfen.

Mehr Impressionen aus Mexiko findet ihr hier.